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AOK Hessen fördert Projekt der Marburger Ärztegenossenschaft PriMa eG

Mäander_Pressefoto Artikel 2025

Die AOK Hessen fördert ein innovatives KI-Projekt der Marburger Ärztegenossenschaft PriMa eG und verbessert damit die Versorgungsqualität ihrer Versicherten. Konkret geht es um MiNd (Medikamentenversorgung im Notdienst) und MÄANDER (Medikamentenversorgung durch Ärzte und Apotheken im Notdienst erfolgreich regeln). Die Namen mögen etwas sperrig sein, die Lösung ist es nicht: Ein KI-gesteuertes Bot-System identifiziert aktuelle Notdienst-Apotheken, zeigt Verfügbarkeiten von Medikamenten auf und schlägt sogar Generika-Alternativen vor.
 
Denn in vielen Apotheken ist dieses Szenario leider allzu bekannt: Eine Patientin oder ein Patient kommt während des Not- oder Nachtdienstes mit einem Rezept, aber das benötigte Medikament ist nicht vorrätig. Ist eine möglichst zeitnahe Einnahme des Wirkstoffes angezeigt, beginnt dann der Weg durch die Stadt oder über die Dörfer. Ein für die Betroffenen nur schwer erträglicher Zustand. Diese Situation wollte die PriMa Ärztegenossenschaft, ein Zusammenschluss von rund 380 Haus- und Fachärztinnen und -ärzten im Landkreis Marburg-Biedenkopf, in Zusammenarbeit mit der AOK Hessen beheben. Denn die Lösung liegt eigentlich auf der Hand: In vielen Fällen hätte die Ärztin oder der Arzt einfach ein vorrätiges adäquates Alternativmittel verschreiben können, wenn in der Notdienstpraxis-Praxis bekannt gewesen wäre, welche Medikamente die jeweils aktuelle Notdienst-Apotheke im Bestand hat.
 
Vorteile in der Krise
MiNd und MÄANDER machen das jetzt möglich. Die KI-basierte Plattform wurde von der PriMa – Ärztegenossenschaft Marburg mit technischer Unterstützung der tripuls media innovations GmbH entwickelt. Ziel ist, Medikamentenverfügbarkeit im Notfall schnell sichtbar zu machen - besonders in ländlichen Regionen. Apotheken im Notdienst können ihre Bestände über den Browser in das System übermitteln. Die Plattform ordnet automatisch zu, welche Notdienst‑Apotheken dienstbereit sind. Bestände werden dabei in Echtzeit angezeigt. Ärztinnen und Ärzte sehen sofort, ob ein Medikament verfügbar ist und welche Alternativen möglich sind. Ein weiterer Vorteil kommt im Krisenfall zum Tragen: Die kommunalen Behörden erhalten schnell ein Lagebild zur Medikamentenverfügbarkeit, um bei Bedarf die medizinische Versorgung optimal zu steuern (Umfassend nicht, da das Tool nur auf die drei Notdienstapotheken am Notdiensttag zugreift, nicht jedoch auf alle Apotheken des Landkreises, die am Tag geöffnet haben. Das war von PriMa aktuell so gewünscht).
 
Weitere Apotheken dringend gesucht
„Im Kern soll das Projekt die Notdienst-Versorgung verbessern. Patientinnen und Patienten erfahren schneller, wo ihr Medikament vorrätig ist. Lieferengpässe werden früh erkannt. Wege im Notdienst werden kürzer, Abläufe verlässlicher. Das hilft unseren Versicherten ganz konkret“, erklärt Jasmin Makic von der AOK Hessen das Engagement seines Unternehmens.  Die Plattform wurde bereits Anfang 2025 im Pilotbetrieb positiv getestet. Die Gewinnung weiterer Apotheken läuft.

Befürwortet wird die Einbindung durch die Landesapothekerkammer Hessen. Das Projekt soll dauerhaft fortgeführt werden. Auch die PriMa eG ist von ihrer Idee überzeugt: „Die von Apothekern geschilderten, teils dramatischen Szenen, wenn Patienten oder Angehörige nicht die verordneten Medikamente erhielten, da diese entweder nicht lieferbar oder ausverkauft waren, veranlassten uns, nach einer niedrigschwelligen Lösung zu suchen, die allen Seiten gerecht wird“, so deren Vorstandsvorsitzender Hartmut Hesse.

Presse
Hessen: Arzneiversorgung wird verbessert
Dr. Hesse im Interview mit der AOK
Quelle: Presseseite AOK v. 11.12.2025

Stand: 12/2025
Foto:   © AOK-Bundesverband

 


Medikamente im Notdienst Ärztegenossenschaft PriMa

Die Fa. tripuls/Marburg hat das von der PriMa im Herbst 2023 ins Leben gerufene Tool der Medikamentenversorgung im Notdienst im Sommer 2024 mit Hilfe von KI weiterentwickelt und ein Programm mit einem sog. Bot (= Roboter) programmiert.

Das System - derzeit ausschließlich gedacht für den Notdienst - ermöglicht Ärzten auf tagesaktuelle Warenbestände der Notdienst - Apotheken zuzugreifen und sofort zu erkennen, welche Medikamente an einem bestimmten Ort verfügbar sind. Das System kann Engpässe frühzeitig identifizieren und alternative Versorgungsmöglichkeiten aufzeigen.

 

Presse
KI gegen Medikamentenmangel (abrufbar im internen Mitgliederbereich)
Dr. Hartmut Hesse (PriMa) und Andres Ditze (Fa. tripuls) im Interview mit der Oberhessischen Presse Quelle: Oberhessische Presse Printversion v. 09.12.2024

Von tripuls entwickelte KI-Lösung sorgt für bessere Medikamentenversorgung im Notdienst
Quelle: Website tripuls innovations GMBH

 

Stand: 11/2024
Foto:   © Ärztegenossenschaft PriMa/Marburg · Juliane-Stefanie Schreiber


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URL: http://www.prima-eg.de/aktuelles/nachrichten-presseberichte/2025/aok-hessen-foerdert-projekt-der-marburger-aerztegenossenschaft-prima-eg/
Stand: 15.12.2025:11.57.04
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