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Fragen und Antworten des Expertenrates
Thema Asthma:
Ab welchem Alter sind Kinder in der Lage, an der Asthmaschulung teilzunehmen und in wieweit werden die Eltern in die Schulung mit einbezogen?
Kinder können ab 6 Jahren an Kursen teilnehmen. Idealerweise sollte die Altersgruppe ähnlich sein aber manchmal ist eine Mischung gerade in einer kleinen Gruppe kreativ. Die Schulung beinhaltet 18 Stunden für die Kinder und 12 Stunden für die Eltern, so dass alle hinterher eine ganze Menge an Wissen erlangt haben.
Beide Eltern eines 12 jährigen Schülers mit Asthma rauchen. Mehrere Nikotinentwöhnungen haben nichts gebracht. Aufgrund der psychischen Verfassung der Eltern, wird ein Rauchstopp vermutlich auch nicht lange durchgehalten werden können. Welche Tipps kann man dem Jungen geben?
Sicher eine schwierige Frage, auch wenn allen klar ist, dass das elterliche Rauchen an Körperverletzung grenzt. Der Junge sollte sich eine Vertrauensperson suchen, die zwischen ihm und den Eltern vermittelt. Das Rauchen sollte nur an Orten gestattet sein, an denen sich der Junge nicht oder nur selten aufhält (Balkon, Haustür). Kinderzimmer, Wohnzimmer und Küche sollten rauchfrei sein.
Was ist das Besondere am kindlichen Asthma?
Nicht jedes Kind, das in der ersten Lebensphase asthmatische Beschwerden hat, wird diese für immer behalten. Virusinfekte können über längere Zeit überempfindliche Atemwege hinterlassen. Der geringe Durchmesser der kindlichen Bronchien begünstigt Einengungen der Atemwege, die im späteren Leben nicht mehr auftreten.
Welche Rolle spielen alternative Heilverfahren in der Behandlung des Asthma?
Es ist verständlich, dass Menschen mit einem chronischen Krankheitsproblem alternative Wege ausprobieren. Gäbe es ein gut funktionierendes Konzept, das die Krankheit zum Verschwinden bringt, hätte sich das sicher herum gesprochen. Ihre Stärken dürften sie möglicherweise in der Basistherapie haben. Jegliche Therapie muss daran gemessen werden, inwiefern sie die Menschen von Luftnot befreit, sie belastbar macht und sie nachts ohne Husten schlafen lässt. In der Breite gelingt dies derzeit nur mit der sogenannten Schulmedizin.
Ist Asthma eine Erbkrankheit?
Genetische Ursachen spielen eine große Rolle beim Asthma. Das ist einfach so und niemand hat Schuld daran (was manchmal in familiären Diskussionen eine Rolle spielt). Äußerliche Ursachen können aber elterliches Rauchen, ein schlechtes Wohnumfeld (Schimmel, Umweltschmutz) oder frühe Atemwegsinfekte oder Beatmung sein.
Ich bin bei der freiwilligen Feuerwehr, männlich 25 Jahre alt und würde gerne Atemschutzgeräteträger werden (Prüfung G 26). Allerdings habe ich Belastungsasthma, das jedoch mit Symbicort und Salbutamolspray gut eingestellt ist. Mit Spray habe ich normale Werte bei der Lungenfunktionsprüfung und bin auch sportlich gut belastbar!
Bin ich für den Dienst geeignet oder ist das Risiko zu groß?
Die Behandlung mit Symbicort steht schon für eine stärkere Ausprägung des Asthmas, so dass in diesem Fall eine genaue pulmonologische Analyse erfolgen muss, um die Ausprägung der Hyperreagibilität festzustellen. Wenn man hier wirklich nur eine geringe Empfindlichkeit annimmt, kann man darüber diskutieren und einen Belastungstest machen, ob die Prüfung G26 abgelegt werden kann. Es handelt sich hier aber um eine schwere Entscheidung: besteht in irgendeiner Weise das relevante Risiko eines Anfalls, würde dies nicht nur den Feuerwehrmann sondern unter Umständen auch begleitende Kameraden gefährden, ganz abgesehen von berufsgenossenschaftlichen oder anderen Problemen. Als Arbeitgeber täte ich mich da schwer, eine solche Person unter extremen Umständen einzusetzen.
Ich habe Asthma und nehme regelmäßig Foster sowie Salbutamolspray bei Bedarf. Damit komme ich auch prima zurecht. Nun bin ich (32 Jahre alt) schwanger. Was mache ich mit meinen Medikamenten?
So lassen, reduzieren oder alles absetzen?
Die Menge an inhalativem Steroid ist beim Asthma in diesem Fall so gering, dass sie kein Problem darstellen sollten. Das "Bronchialschutzmedikament Foster" sollte so dosiert werden, dass möglichst wenig Salbutamol benötigt wird. Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, in denen höhere orale oder rektale Kortisonmengen verabreicht werden. Diese Schwangerschaften sollten natürlich besonders betreut werden und je nach Ausmaß der Medikation sollten die Neugeborenen in der ersten Phase nach der Geburt gut beobachtet werden (Blutzucker).
Expertenrat



